Modernismus, moderne Exegese
Die heute an praktisch allen Universitäten gelehrte Exegese ist einer der Hauptgründe für den Verfall der Theologie und in Folge auch des Glaubens in der katholischen Kirche. Ganz nach dem Vorbild der historisch-kritischen Methode, die für die Auslegung weltlicher Texte entwickelt wurde, behandeln modernistische Theologen die heiligen Bücher wie profane Dokumente, deren Verfasser einzig und allein der Mensch ist.
Die rationalistische Exegese schließt a priori das Übernatürliche aus, trennt den historischen Christus künstlich von dem des Glaubens, löst die Wundererzählungen ins Symbolische auf und unterwirft die Heilige Schrift den oberflächlichen Hypothesen, ja den nicht selten gezielten Manipulationen naturalistisch denkender Interpreten. Eine wahre Bibelwissenschaft würde sich dagegen in den Dienst des Glaubens stellen und die Hl. Schrift als Dokumente übernatürlicher Offenbarung im Dienste des Glaubens auslegen, anstatt sich zum eigenmächtigen Herren und Richter über das Wortes Gottes zu machen.











