Liturgiereform

Die Liturgie ist der authentische Ausdruck des Glaubens. Von ihr geht eine beständige Formung der christlichen Seele aus. In allen ihren Gesten und Ausdrucksformen, durch ihre Ausrichtung, ihre Stille, ihren Kanon, ihre heilige Sprache, ihren Geist der Anbetung und ihre theozentrische Struktur nährt die Liturgie den Glauben und übt einen tiefgreifenden Einfluss auf die Seelen aus.

Die Konzilsväter wollten keinen neuen Messritus, nur behutsame Anpassungen. Eine Entleerung der Liturgie von allem spezifisch katholischen Glaubensgut, wie Erzbischof Bugnini es offiziell im Osservatore Romano als Ziel seiner zukünftigen Liturgiereform definierte, konnte nur im Nachhinein durch ein strategisch geschicktes Vorgehen gewaltsam aufgezwungen werden. Der anthropozentrisch und ökumenisch ausgerichtete Neue Messritus verdrängte bis zum Motu proprio Papst Benedikts vom 7.7.2007 den bis in die Antike zurückreichenden römischen Ritus fast völlig. Der Schaden für die Kirche war immens. Trauriger Weise wurde der liturgische Abbruch, dem Papst Benedikt XVI. Einhalt gebieten wollte, durch seinen Nachfolger P. Franziskus mit aller Kraft mit dem Motu proprio "Traditionis custodes" wieder aufgenommen, und auch unter Papst Leo XIV. wurde diese destruktive Politik der Neuerer bisher nicht aufgegeben.  

Mehr zeigen… Weniger zeigen…
Ansicht als Raster Liste

Artikel 1-12 von 22

In aufsteigender Reihenfolge
Seite
pro Seite
Copyright © 2022 Sarto Verlagsbuchhandlung GmbH