Gottesmutter Maria

De Maria numquam satis“ – „Über Maria läßt sich nie genug sagen“, dieser, dem heiligen Bernhard von Clairvaux zugeschriebene Satz beschreibt, wie wir Katholiken über die Verehrung der Gottesmutter denken.

Sie hat im Heilsplan Gottes zentrale Stellung. Die vier „marianischen Dogmen“ sprechen von ihrer besonderen Rolle als Mittlerin aller Gnaden: Maria ist die „Gottesmutter“ (Theotokos), weil ihr Sohn, Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Sie die „immerwährende Jungfrau“ – vor, während und nach der Geburt Christi. Sie wurde im Hinblick darauf, daß sie den Erlöser zu Welt bringen sollte, ohne Erbsünde empfangen („Unbefleckte Empfängnis“). Sie wurde am Ende ihres Lebens mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen. Sie ist die höchste aller Geschöpfe und die Königin des Himmels. Sie wirkt als Fürsprecherin und geistliche Mutter aller Christen. Ihre besonderen Ehrentitel: „Miterlöserin“ (Co-Redemptrix) oder „Mittlerin aller Gnaden“, sind zwar (noch) nicht offiziell als Dogma definiert, aber sie sprechen eine grundlegende Wahrheit aus, wie sie von der gesamten Kirche, von allen Päpsten festgehalten wurde.

Die marianische Frömmigkeit ist gekennzeichnet durch das Rosenkranzgebet, Marienweihen, Wallfahrten, Fasten und Sühneakte (Muttergottessamstage), den Glauben an marianische Erscheinungen, allen voran Fatima und Lourdes, wo sie angesichts der Krise in der heutigen Welt und Kirche nachdrücklich von der Notwendigkeit der Buße und Umkehr spricht. Unter der Rubrik Mariologie finden Sie vor allem dogmatische Texte und theologische Reflexionen, in dieser Rubrik finden Sie eher Betrachtungen, volkstümliche Bräuche und Marienverehrung. Weil die Inhalte nicht sauber zu trennen sind, lohnt sich auch ein Blick in die Rubriken Mariologie und Geistliches Leben.

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