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Volkstümliche Predigten eines Seelsorger, Band I SD078

Franz Spirago
Theresia
Art.Nr.: 10-30-03
Volkstümliche Predigten eines Seelsorger, Band I SD078

Einige Bemerkungen von Professor Spirago zur Kunst des Predigens (hier gekürzt): 1. Politik verdirbt den Charakter, Politik verdirbt auch die Predigt. 2. Auf der Kanzel soll daher auch kein Hinweis auf Sozialdemokraten oder Kommunisten stattfinden, weil es dadurch leicht zu Krawallen in der Kirche kommen könnte. Zum Beweis ein Vorfall im Dom zu Sankt Pölten in Niederösterreich. Sonntag den 3. April 1921 hielt dort der Missionar Boxrucker eine Predigt vor etwa 6000 Personen und wollte hierbei auch ein Beispiel von einer Frau erzählen, deren Mann angeblich ein Kommunist war. Kaum hatte der Prediger das Wort «Kommunist» ausgesprochen, entstand ein grosser Lärm in der Kirche und eine Menge von Schimpfworten wurden gegen den Prediger geschleudert, der schließlich die Kanzel verlassen mußte. (Katholische Kirchenzeitung Salzburg 7.4.1921, Seite 113) 3. Alle persönlichen Angriffe müssen bei der Predigt unterbleiben. Wegen solcher Angriffe erfolgten schon zuweilen gerichtliche Verurteilungen einzelner Prediger. Laut Zeitungsberichten (Mai 1912) richtete der Laibacher Bischof Dr. Jeglic an die Geistlichkeit folgende Mahnung: «Unterlasset in den Predigten wie immer geartete Beleidigungen und vermeidet persönliche Angriffe. Es heißt nicht modern predigen, wenn man auf der Kanzel politisiert oder wenn man dort Zeitungen verliest. Modern predigen heißt predigen der Zeitströmung gemäß unter Rücksichtnahme auf den Glauben und die Moral.» 4. Auf der Kanzel soll man nicht poltern. Das Poltern auf der Kanzel ist übrigens zwecklos, weil jene Leute, welche die Zurechtweisung verdienen, in der Regel nicht in der Kirche sind. Empfehlenswert ist es daher auch, das scharfe Kommandowort «Du mußt», «Ihr müßt» in der Predigt zu vermeiden. Die Ausdrucksweise «Wir sollen», «Wollen wir» klingt viel freundlicher. 5. Moralisierende Predigten hört man nicht gern. 6. Pater Matthäus Crawley, der Apostel «der Familienweihe an das Herz Jesu», verlangt, daß man möglichst einfach wie der göttliche Meister vor dem Volk spreche und jede Geziertheit in der Form der Rede vermeide. 7. Ein Sprichwort: «Gut predigen lernt man nicht auf den Akademien, sondern auf den Knien.» 8. Der hl. Paul vom Kreuz und der hl. Franz von Sales, Fürstbischof von Genf, pflegten nie eine Predigt zu beginnen, ohne die Schutzengel ihrer Zuhörer zu grüßen und sie um ihren Beistand anzuflehen. 9. Das Gebet des hl. Antonius von Padua vor der Predigt: «Du Licht der Welt, unendlicher Gott, Vater der Ewigkeit, Spender der Weisheit und Wissenschaft, gütigster Verteiler aller geistigen Gnaden, der du alle Dinge schon vor ihrer Entstehung kennst, der du das Licht und die Finsternis geschaffen hast, strecke deine Hand aus, berühre meinen Mund und mache ihn zum zweischneidigen Schwert, damit ich beredsam dein Wort verkünde. (…) Amen.» (vollständig: siehe Seite 6) 10. Ein Sprichwort: «Jede Predigt ist soviel wert, als sie Mühe kostet.» 11. Der hl. Karl Borromäus wünschte, daß sich der Prediger nicht kränke, wenn er wenig Zuhörer habe. Der Heilige pflegte zu sagen: «Jede Seele ist Bistum genug für einen Bischof.» 12. Wenn ein Prediger auf der Kanzel irgend eine falsche Lehre widerlegt, ist es nicht ratsam, das Buch oder die Zeitschrift zu nennen, worin diese Lehre verbreitet wird; denn schon oft haben sich die Zuhörer dann aus Neugierde jene Schrift angeschafft und gelesen. 13. Papst Benedikt XV. hat am 15. Juni 1917 die Enzyklika «Humani generis» über das Predigten publizieren lassen. 14. Ein alter Kanzelspruch: «Mach klar, was wahr! Kehr Leiden in Freuden! Lenk himmelan des Menschen Bahn!» Kart., 108 S.



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