Philosophisches Wörterbuch

Der 'alte Brugger' war für jeden Denker unentbehrlich, und auch der neue „Brugger-Schöndorf“ bleibt es, und das nicht nur wegen der ebenso knappen, wie aber auch umfassenden Darstellung der wichtigsten philosophischen Begriffe und Fragen. Dazu kommt in vielen Artikeln ein historischer Abriß, der Hinweise zu den geistesgeschichtlichen Wurzeln gibt, wo die wichtigste Literatur genannt wird.

Mit über 100 Seiten ist der angehängte „Abriss der Geschiche der Philosophie“ erfreulich ausführlich ausgefallen – er ist einzigartig; den „Brugger-Schöndorf“ muß man, trotz einiger Schwächen haben, ganz alleine schon deshalb, weil es nichts vergleichbares gibt.

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Ein alter Klassiker, das „Philosophische Wörterbuch“ von Walter Brugger liegt nun in einer vollständigen Neubearbeitung vor.

Darin werden die wichtigsten Fachbegriffe der Philosophie und angrenzender Gebiete definiert, die Herkunft der Begriffe geklärt, und im Zusammenhang erläutert. Alle Artikel wurden von Professoren der Hochschule für Philosophie, S.J. in München erstellt. In diesen ist zwar das Wesentliche gesagt, doch wird es einen traditionell gesinnten Leser schmerzen, wie sich darin jene innerliche Ablösung der Philosophie von der Scholastik manifestiert, die nicht nur die Jesuiten in den letzten Jahrzehnten durchgemacht haben. Das alte „Dreigestirn“ der Jesuiten, Walter Brugger, Joseph de Vries und Johannes B. Lotz war auch noch in der Auseinandersetzung mit dem modernen Denken durchdrungen von den Grundsätzen der thomistischen Philosophie. Leider hat das Philosophische Wörterbuch auch wichtige Artikel von Brugger, de Vries, Lotz und anderen durch neuere ersetzt, und dabei nicht immer die Quintessenz der Vorgänger beibehalten.

Zwar lassen jene Beiträge, die sich mit den Grundbegriffen scholastischer Philosophie befassen, noch am wenigsten eine sachgemäße Beschreibung des thomistischen Denkens vermissen, aber im Ganzen gesehen ist doch eine grundsätzliche Standortverlagerung zu beklagen: Bei vielen klassischen Grundfragen der Philosophie ist nicht mehr der Thomismus die Maßgabe, sondern manchmal die antike Philosophie, aber auch Husserl und Heidegger, oder auch nur der Stand moderner naturwissenschaftlicher Forschung, so als könnte alleine dies die Maßgabe philosophischer Reflexion sein.

Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2010, 736 Seiten, Gebunden,

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Autor Brugger/Schöndorf
Produktform Gebunden
ISBN 978-3-495-48213-1
Verlag Karl Alber
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