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Die neue Weihnacht

G.K. Chesterton
nova & vetera
Art.Nr.: 24-01-09
Die neue Weihnacht

Ich würde gern alle Weihnachtsaufsätze und -gedichte sammeln. Er schrieb jährlich mehrere, doch jedes Stück ist anders, jedes kommt ihm aus dem Herzen. Christopher Morley meinte: "Eine der einfältig großen Eigenschaften G.K. Chestertons zeigt sich unter anderem darin, daß wir gegen Weihnachten unwillkürlich an ihn denken." Möglich, daß manche Menschen am stärksten durch Haß zum Reformieren angetrieben werden; Chestertons stärkste Triebfeder aber war die Liebe, die nirgendwo klarer aufleuchtet als in all dem, was er über Weihnachten schrieb. Um dieser Philosophie, dieser Liebe, dieser Poesie willen wird man noch nach hundert Jahren in den Seiten von G.K.'s Weekly blättern, wen die Welt bis dahin noch besteht. Es liegt an uns, seinen Nachfolgern, zu sehen, daß sie wahrhaft schöpferisch sind. Die Vernichtung des Bösen ist ein großes Werk, aber sie läßt nur eine Leere zurück, vor der die Natur zurückschreckt. Für die Zukunft hat allein das Schöpferische Wert, und Chestertons Schriften sind schöpferisch.
Die englische Schriftstellerin Maisie Ward in ihrer gleichnamigen Biographie über Gilbert Keith Chesterton, 1944.

Die neue Weihnacht ist eine Anthologie von 29 einzelnen Texten Chestertons rund um Weihnachten. Sie entstanden in den vielen Jahrzehnten seiner Tätigkeit für verschiedene, zumeist wöchentlich und damit auch stets zur Weihnachtszeit erscheinende Zeitschriften. In dieser erstmals überhaupt in diesem Umfang zusammengestellten Sammlung finden sich ebenso heitere wie besinnliche Texte, Gedichte und Essays, Erzählungen und Abschnitte aus zweien seiner Bücher. Neben einem Essay und einem Gedicht gab es diese Ausschnitte aus Das neue Jerusalem und Der unsterbliche Mensch bereits auf Deutsch. Die Übersetzungen wurden überarbeitet und weil Sie zu den Herzstücken der Gedanken Chestertons über Weihnachten zählen, in die Sammlung integriert. Es handelt sich um die Schilderung seines Besuches in der Geburtskirche und den berühmten Abschnitt "Der Gott in der Höhle", dem bedeutendsten und oft allein zitierten Kapitel aus dem Hauptwerk Der unsterbliche Mensch.
Illustriert wird das Buch von vier Zeichnungen Chestertons und dem Motiv einer Weihnachtskarte, die das Ehepaar Chesterton zum Fest 1913 mit einem Gedicht Chestertons privat drucken ließ.

Inhaltsübersicht

1. Kapitel: Drei Geschichten: Neue Weihnacht --- Ein Laden voller Geister --- Der moderne Scrooge

2. Kapitel: Orthodoxe Einsichten: Das Herz von Bethlehem --- Die Geschichte des Weihnachtsfestes --- Der Geist des Weihnachtsfestes --- Den Geist von Weihnachten behalten --- Ein paar Irrtümer und der Weihnachtsmann

3. Kapitel: Die Geschenke: Die Theologie der Weihnachtsgeschenke --- Ein Weihnachtsgeschenk --- Die falschen Bücher zu Weihnachten

4. Kapitel: Lieder und Vorsätze: Die Weihnachtsballaden --- Die alten Weihnachtslieder --- Der erste Januar

5. Kapitel: Gesunde Traditionen: Anständig Weihnachten feiern --- Weihnachten lieben wie die Kinder --- Weihnachten und die ersten Spiele --- Weihnachten und die bäuerlichen Traditionen --- Weihnachten und die Sparsamkeit der Armen

6. Kapitel - Krieg und Frieden: Ein Weihnachten in Frieden --- Weihnachtsritual und Waffenstillstand

7. Kapitel - Feinbilder: Der Feind der Weihnacht --- Weihnachten und die Fortschrittsbewegung --- Der neue Krieg um Weihnachten --- Die Verallgemeinerung des Weihnachtsfestes --- Die Vernachlässigung des Weihnachtsfestes --- Weihnachten muß weg!

8. Kapitel - Gedichte: Die weisen Männer --- Die Geburt Jesu --- Das Haus der Weihnacht

9. Kapitel - Die Summe: Der Gott in der Höhle --- In der Geburtskirche

10. Kapitel: Humor (Essay zum Stichwort Humor für die Encyclopedia Britannica)


Rezension von David Berger, kath.net 10. November:

Kaum einer aus jenem Kulturkreis, der durch das abendländische Christentum gebildet wurde, wird heute ein völlig eindeutiges Verhältnis zu Weihnachten haben: Immer wieder und alljährlich be geg nen ihm zugleich mit dem, was Weihnachten von der Sache her ausmacht, sentimental aufge ladene Kindheitserinnerungen, der immer extremere Formen annehmende Konsumterror, die immer ge schmackloser werdende Verkitschung der Bilder. So nimmt es nicht wunder, daß auch jene Schrift steller, die Ostern ebenso wie Fronleichnam oder Allerheiligen völlig unberührt ließen, Weihnachten zum Ausgangspunkt größerer und kleinerer Werke machten. Wer denkt dabei nicht an Bölls skurrile Erzählung „Nicht nur zur Weihnachtszeit", in der der Kölner Autor ausgestattet mit reichlich Ironie die Weihnachtsbräuche nur noch aus der Perspektive von Sinnentleertheit und seelenloser Ver kit schung zu sehen imstande ist?
Ganz anders nehmen sich hier die zahlreichen Weihnachtsaufsätze und -gedichte des englischen Lite ra ten Gilbert Keith Chesterton aus. Eine Sammlung der schönsten Texte ist jetzt gerade recht zeitig vor dem Nahen von Advent und Weihnachten, herausgegeben von Matthias Marx im Bonner Verlag nova & vetera in deutscher Übersetzung erschienen.
Nicht daß Chesterton darin die negative Kehrseite, die die Vermarktung des Weihnachtsfestes durch den Zeitgeist darstellt, einfach negieren oder gar gutheißen würde. Er kennt sie bereits und zeigt ihr - wie könnte es bei Chesterton anders sein - seine ganze Verachtung; ohne dabei freilich seinen Humor zu verlieren. Im Unterschied zu Böll jedoch weigert er sich, dieserhalb einer modernen Gnosis zu verfallen, die zwar etwas von dem „Geist" dieses Festes zurückbehalten, aber alle „Äußerlichkeiten" strikt ablehnt. Auch hier kommt eine seiner zentralen, typisch katholischen, von der aristotelisch-thomistischen Tradition wie ihr Augapfel verteidigten Einsichten zum Tragen: Man kann den Geist nicht bewahren, indem man den Buchstaben wegwirft. Beide gehören zusammen und nur zusammen können sie sinnvollerweise überleben. Daher wagt er es auch seine Stimme für das Weihnachtsfest als Familienfest zu erheben, für die Weihnachtsrituale, zumal auch für jene, die (wie die Natur in die Gnade) aus dem Heidentum in die christliche Tradition übergegangen sind, für die bäuerlichen Traditionen, die Kinderliebe zu diesem Fest und schließlich auch für die Geschenke: Freilich macht Chesterton seinen Lesern immer wieder klar, daß alle Traditionen und alle Geschenke nur dann wirklich sind, wenn sie sich an dem Geschenk aller Geschenke, dem Kind in der Krippe orientieren.

Weihnachten kann nur dann Frucht bringen, wenn es mit seiner Wurzel, dem Geheimnis der Fleischwerdung verbunden bleibt. Eben dieses große Geheimnis ist aber zugleich die Bestätigung jener Wahrheit des gesunden Menschenverstandes, die sich weigert Inhalt und Form, Leib und Seele auseinanderzureißen.
So schließt sich der Kreis für Chesterton wieder mit einem seiner Lieblingsthemen, das auch dieses Buch leitmotivisch durchzieht: das Paradox. Zunächst in jenem Kontrast, den das Weihnachtsfest als Fest der grenzenlosen Liebe Gottes und damit zugleich als Gegengift gegen die durch den Puritanismus kalt gewordene Welt darstellt. Dann jener Kontrast, der dem Weihnachtsgeheimnis zutiefst innewohnt: „Die Vorstellung eines Säuglings und die Vorstellung einer ungeahnten Kraft, welche die Sterne trägt." So erweist sich das Paradox zuerst als Erfindung Gottes, die der Dichter nur entlehnt, wenn er sie zu seinem Stilmittel macht.

Vielleicht nirgends wird dieser Grundgedanke in den im Buch versammelten Texten schöner deutlich als in jenem Aufsatz, der den Titel Das neue Jerusalem trägt: Gezeigt wird uns hier der (auch für die Autobiographie, näherhin die Konversion Chestertons nicht unwichtige) Abstieg Kaiser Kon stan tins zur Geburtsgrotte in Bethlehem: Der Kaiser, der in all seinem königlichen Pomp kommt - erkennend, daß die alten Götter wie leblose Sterne vom Himmel gefallen sind -, um den einzigen neuen Stern, einen Zimmermann in seiner ländlichen Armut anzubeten.
Ein Buch, mit dem auch jene, die Weihnachten bereits für sich verloren glaubten, dieses Fest mit Kopf und Herz zurückgewinnen könnten.

220 S., geb.

Preis: 22,50 EUR
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