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Drei Priestererzieher aus Schlesien

Georg May
Verlag Franz Schmitt
Art.Nr.: 24-02-05
Drei Priestererzieher aus Schlesien

May, der alle drei persönlich gut kannte und mit ihnen über Jahrzehnte verbunden war, arbeitet in jedem der drei Lebensbilder seine persönlichen Beziehungen mit den Dargestellten heraus. Dadurch gewinnt das Buch über das historisch-biographische Moment hinaus sehr viel persönliches, ja privates Kolorit. Mit dieser sehr persönlichen Färbung hängt sicher auch das Urteil Mays über jeden der drei zusammen, das jeweils auf ein Urteil über deren Haltung zum Zweiten Vatikanischen Konzil und zu den nachkonziliaren Entwicklungen in der Kirche in Deutschland hinausläuft, deren Kommentierung wie ein „Cantus firmus“ das Buch durchzieht.
So kommt May zu einer Art Kategorisierung, die ihn ein Urteil wie dieses fällen lässt: „Der größere Teil der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war für die Kirche verhängnisvoll. Von ihrem Niedergang waren die Priester mitbetroffen, teilweise sogar dafür verantwortlich. Die größte Schuld traf freilich die progressistischen und modernistischen Theologen. Von ihnen ging das Unheil aus. Es konnte sich ausbreiten, weil die allermeisten Bischöfe es an Gegenwehr fehlen ließen, viele es duldeten und eine beträchtliche Anzahl es aktiv förderte. Die drei Priester Ramatschi, Puzik und Kleineidam erkannten die Krise der Kirche unterschiedlich früh und unterschiedlich deutlich. Das Konzil trübte jedenfalls einem, Puzik, lange den Blick. [...] Der Gehorsam, der den drei Priestererziehern eine unumstößliche Pflicht war, ließ sie auch jene Erscheinungen hinnehmen und jenen Änderungen nachkommen, die sie vielleicht für bedenklich hielten. Doch eines steht fest: Am Glauben der Kirche hielten sie ohne Schwanken fest, und die Exzesse wildgewordener Theologen verurteilten sie einmütig. Den offenen Kampf gegen verderbliche und zerstörerische Erscheinungen aufzunehmen, konnten sie sich nicht entschließen. Mit ihrem Gebet und ihrem Leiden haben sie jedoch den Einsatz anderer unterstützt“ (176f.).
Was die Bischöfe betrifft, so fällt Mays scharfes Urteil über Kardinal Frings ins Auge: „Der Kölner Erzbischof, Josef Kardinal Frings, spielte auf dem Konzil eine bedeutende Rolle. Er war einer der Wortführer der progressistischen Mehrheit. Frings übte nun am 8. November 1963 heftige Kritik an den Methoden des Heiligen Offiziums. Sie war unangebracht und fügte der Aufgabe der Kirche, den Glauben zu bewahren, schweren Schaden zu. Die Methoden, die Frings kritisierte, hatten die Lehre der Kirche bisher wirksam geschützt. Seitdem sie aufgegeben wurden, wuchert die Rebellion in der Kirche“ (160). Nicht weniger auffällig ist Mays Kritik an Papst Johannes Paul II.: „Ich kann mir aber nicht denken, daß er [Kleineidam] Zusammenhanglosigkeit, Sprunghaftigkeit und Inkonsequenz seiner [Johannes Pauls II.] Regierungstätigkeit nicht durchschaut hat. Es gab verheißungsvolle Anläufe, den Glaubensstand und die Disziplin in der Kirche wiederherzustellen. Doch es blieb bei Ansätzen; es fehlte die Konsequenz, das Begonnene fortzusetzen und zu Ende zu führen“ (154).
Paul Ramatschi, Erich Puzik, Erich Kleineidam
8. Band aus der Reihe DisTinguO

196 S., 21 x 12 cm
kart.



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